Mittwoch, 12. Mai 2010
Huhuuu!
Am Wochenende waren wir am Neckar in Dilsberg. Dieses malerische Örtchen hat in seiner Burg etwas ganz Besonderes zu bieten, nämlich einen sehr tiefen Brunnen, in dem auch noch Wasser ist. Ein schmaler Stollen führt durch den Berg und stößt in ca. 30 Meter Tiefe auf den Brunnen. Absolut beeindruckender Ort! Allerdings hatte ich einen harten Kampf gegen meine Platzangst zu kämpfen, bis ich dort war. In den Gang hinein kam ich eigentlich nur, weil hinter mir einige Leute nachschoben und das Gitter davor wieder abgeschlossen werden musste. Oh weh! Ich war eingesperrt in einem engen, dusteren Tunnel! Zwischendurch hatte ich dann zweimal komplett aufgegeben und mich an einer etwas breiteren Stelle an den Fels gekauert, um meine aufkeimende Panik zu pflegen. Nicht sehr hilfreich waren auch die netten Leute, die mir entgegenkamen und auf meine Erkundigungen hin begeistert bestätigten, dass der Stollen nach hinten hin immer schmaler und niedriger wird. Schließlich habe ich aber doch noch Anlauf genommen und den Brunnen erreicht, was sich echt gelohnt hat. Blieb dann also nur noch der Weg zurück durch den 78 Meter langen Stollen. Ein Miterkunder bot sich zwar hilfsbereit an, mir ab und zu mal Nahrung durch das Brunnengitter herabzulassen, falls ich es nicht schaffe, aber ich entschied mich dann doch für den Weg durch den Stollen, der ja immerhin in dieser Richtung immer breiter und höher wurde.

Zu erwähnen bleibt noch Julias bleiches, verschrecktes Gesicht als sie vor unserer Stollentour von oben ein fröhliches "Huhu" in den Brunnen rief und von unten erst ein ebenso fröhliches "Huhu" und dann ein gruseliges "Huuuaaaaah!" antworteten. Damit hatte sie nicht unbedingt gerechnet.

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